Gemeinde Biehl

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Rathaus Aktuell

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Jahresrückblick

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
das neue Jahr 2023 ist erst wenige Wochen alt – so darf ich Ihnen auch namens unseres Gemeinderats noch alles Gute wünschen, Zufriedenheit und Wohlergehen. Wir hoffen, dass Sie die Weihnachtszeit und den Jahreswechsel ohne Corona-bedingte Einschränkungen genießen und gesund ins neue Jahr starten konnten. Allen, denen dieses Privileg nicht zuteilwurde, wünschen wir eine gute und schnelle Genesung.
Mir persönlich war es eine große Freude, dass wir uns an Heiligabend endlich wieder am Rathaus treffen konnten. Durch Ihre Anwesenheit, durch die vielen Kinder, die dabei waren, lebt diese schöne Tradition fort – durch die Beteiligung des Gesangvereins und die Neckargeracher Musikanten war es wieder eine schöne Gelegenheit sich eine frohe Weihnacht zu wünschen. Herzlichen Dank an dieser Stelle noch einmal allen Mitwirkenden. Die Weihnachtsfeier haben wir erstmals aufgezeichnet. Sie finden diese auf dem Youtube-Kanal der Gemeinde Neckargerach (https://www.youtube.com/@gemeindeneckargerach176)
 
Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
ein sehr ereignisreiches Jahr 2022 liegt hinter uns. Prägten in den ersten Wochen weiterhin die Corona-Pandemie und die damit zusammenhängenden Maßnahmen die Schlagzeilen, so änderte sich dies Ende Februar durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine schlagartig. Die Pandemie geriet in den Hintergrund, die Konsequenzen aus den Kriegshandlungen standen ab sofort im Fokus – die Auswirkungen auf unsere Gemeinde sind der weitere Zugang von Flüchtlingen und ebenso wie in allen privaten Haushalten die Teuerung von Energie und die Kostensteigerungen in Bauprojekten.
Gerade Letzteres bekam die Gemeinde Neckargerach bei der (Teil-)Ausschreibung des für die Gemeinde bislang größten Bauprojektes zu spüren: Die Abwasserdruckleitung nach Obrigheim. In einem ersten Schritt zur Realisierung des Projekts wurden die Rohr- und Tiefbauarbeiten ausgeschrieben. Kalkuliert waren hier auf Grundlage der Planung vom September 2020 ca. 4,5 Millionen Euro. Aktualisiert auf das Preisniveau vom Mai 2022 musste man mit ca. 7,6 Millionen Euro für diese Gewerke rechnen. Am Ende ergab hier die Ausschreibung einen Angebotspreis in Höhe von 7,32 Millionen Euro. Nachdem bereits nach dieser ersten Ausschreibung (weitere werden noch folgen für die Gewerke Mess- und Steuerungstechnik und die Pumpstation) eine massive Kostensteigerung gegeben war, war die Erlangung zusätzlicher Fördermittel von enormer Bedeutung. Kurz vor Weihnachten erhielt die Gemeindeverwaltung die erlösende Nachricht vom Regierungspräsidium Karlsruhe, wonach die Förderung den nach Ausschreibung festgestellten Kosten angeglichen wurde. Der Auftrag für den Tief- und Rohrleitungsbau wurde an die Neckargeracher Firma HLT Baugesellschaft mbH vergeben – beteiligt sind hierbei noch weitere Projektträger, die auf derselben Trasse ihre Leitungen mitverlegen wollen. Unter anderem wird der Wasserzweckverband Mittleres Neckartal im Zuge der Druckleitungsverlegung auch den Wasseranschluss Guttenbachs an die Eigenwasserversorgung der Gemeinden Neckargerach und Zwingenberg realisieren. Auch hierfür konnten erfolgreich Fördermittel generiert werden. Die Bauvorbereitungen laufen auf Hochtouren. In den kommenden Wochen wird es im Neckarvorland Neckargerachs die ersten Baggerbewegungen geben. Wir werden regelmäßig über den Baufortschritt berichten. Spannend werden sicherlich die Gewässerquerungen – die Leitungen werden unter dem Seebach und auch unter dem Neckar mittels Spülbohrung verlegt.

Bereits im Sommer 2021 wurden im Neckarvorland Probebohrungen durchgeführt, um die Dükerung unter dem Neckar möglichst genau planen zu können. Neben der Abwasserdruckleitung und der Wasserleitung wird auch ein Leerrohrbündel der Netze BW unter dem Neckar verlegt.
Bereits im Sommer 2021 wurden im Neckarvorland Probebohrungen durchgeführt, um die Dükerung unter dem Neckar möglichst genau planen zu können. Neben der Abwasserdruckleitung und der Wasserleitung wird auch ein Leerrohrbündel der Netze BW unter dem Neckar verlegt.

Fertiggestellt und auch in Betrieb genommen ist zwischenzeitlich die neue Wasserleitung, die die Quellen im Seebachtal künftig mit dem Betriebsgebäude im Gertberg verbindet. Kurz vor Weihnachten konnte der Umschluss erfolgen – damit sind ca. 3,5 Kilometer Trinkwasserleitung von der Kandelwiesenquelle über die Drei-Dohlen-Quelle bis zum Betriebsgebäude neu gebaut. Zuvor wurde die Leitung natürlich auf Dichtigkeit geprüft und desinfiziert. Damit ist die Kandelwiesenquelle neu angebunden – für uns als Verbraucher war der Umschluss nicht spürbar – die Mitarbeiter der bauausführenden Firma HLT, der Firma Schuler und natürlich die Kollegen des Bauhofs haben trotz widriger Witterungsbedingungen die Arbeiten pünktlich vor Weihnachten abschließen können. Im Frühjahr folgen nun die Restarbeiten: Die Wiederherstellung des Waldwegs, Abfuhr von Aushubmaterial und im Hintergrund laufen die Arbeiten für die Mess- und Steuerungstechnik zur Anbindung an das Prozessleitsystem. Die Anbindung der Drei-Dohlen-Quelle erfolgt, wenn der noch zu errichtende Verbundhochbehälter gebaut und die Filteranlage installiert ist. Im Zuge der genannten Restarbeiten soll der Einstiegschacht zur Quelle neu errichtet werden, um den Vorgaben der Trinkwasserverordnung zu genügen.

Im neuen Wasserversorgungskonzept zur Einbindung der 3-Dohlen-Quelle ist der Sammelschacht ein wesentliches Element. Nach der Inbetriebnahme des Verbundhochbehälters wird das jeweilige Quellwasser aus der Kandelwiesenquelle und der 3-Dohlen-Quelle im Schacht zusammenfließen und dann zur Ortslage Neckargerach geleitet. Bis das soweit ist, wird nur das Kandelwiesenwasser zu Tal fließen.
Im neuen Wasserversorgungskonzept zur Einbindung der 3-Dohlen-Quelle ist der Sammelschacht ein wesentliches Element. Nach der Inbetriebnahme des Verbundhochbehälters wird das jeweilige Quellwasser aus der Kandelwiesenquelle und der 3-Dohlen-Quelle im Schacht zusammenfließen und dann zur Ortslage Neckargerach geleitet. Bis das soweit ist, wird nur das Kandelwiesenwasser zu Tal fließen.

Im Gesamtprojekt der Trinkwasserversorgung mit eigenem Quellwasser folgt, wie bereits beschrieben, der Bau der Wasserleitung nach Guttenbach. Noch in diesem Jahr werden aber auch bereits die Anschlussleitungen für den neuen Hochbehälter verlegt. Hierzu verweise ich auf den ebenfalls in diesem Amtsblatt veröffentlichten Bericht.
Stück für Stück modernisiert die Gemeinde Neckargerach in Zusammenarbeit mit der Pächterin Tamara Golder den Campingplatz am Neckar. Einen großen Schritt voran ging es hier im vergangenen Jahr durch die komplette Sanierung der sanitären Einrichtungen – die Räumlichkeiten wurden zuvor entkernt, neue Wasser- und Abwasserleitungen verlegt, Fenster und Türen getauscht und vieles mehr. Die Anlagen konnten bereits zur letzten Saison in Betrieb genommen werden. Im Spätjahr begannen die Arbeiten zur Ertüchtigung und Neugestaltung der Außenanlage des Campingplatzgebäudes. Der Biergarten soll hier entsprechend aufgewertet und eine neue Außenküche installiert werden. Ins Gesamtkonzept des Campingplatzes sollen dann schlussendlich auch die Wohnmobilstellplätze integriert werden.

Der Außenbereich des Campingplatzes wird neu gestaltet, sodass die Gäste des Platzes und Passanten die Möglichkeit zum Verweilen haben.
Der Außenbereich des Campingplatzes wird neu gestaltet, sodass die Gäste des Platzes und Passanten die Möglichkeit zum Verweilen haben.

Geduld war gefragt, wenn es um den Neubau des Penny-Marktes ging. Bevor der Abbruch des alten Gebäudes vor etwa einem Jahr beginnen konnte, waren eine ganze Reihe an Auflagen zu erfüllen und Verhandlungen zu führen. Durch die geplante Vergrößerung des Marktes waren auch mehr Stellplätze notwendig geworden. Hierzu musste wiederum der ehemalige Gaucho-Grill abgebrochen werden, der aber zu Beginn der Überplanung des Areals noch nicht im Eigentum des Projektentwicklers war. Noch während der Erwerb verhandelt wurde, wurde der Bauantrag vorbereitet. Dies setzte voraus, dass als Ausgleich zur benötigen Fläche des neuen Pennys im Neckarvorland entsprechendes Retentionsvolumen geschaffen wird – es wird damit der dem möglichen Hochwasser zur Verfügung stehende Raum ausgeglichen. Dieses Retentionsvolumen entstand schon vor einigen Jahren nahe des Sport- bzw. Bolzplatzes. Trotzdem, dass diese Themen viel Zeit in Anspruch genommen haben und die Schaffung des Retentionsvolumens den Neubau des Penny auch verteuerte, sind sowohl der Projektentwickler als auch Penny als Mieter der Gemeinde Neckargerach treu geblieben. Die Nahversorgung in der Gemeinde ist damit langfristig gesichert.

Zur Neueröffnung im November letzten Jahres konnte sich der Gemeinderat einen Eindruck vom neuen Verkaufskonzept des Discounters verschaffen. Aus ehemals ca. 550 Quadratmetern wurden nun ca. 800 Quadratmeter. Neu angelegt wurde auch der Parkplatz auf dem auch Bäume gepflanzt wurden.
Zur Neueröffnung im November letzten Jahres konnte sich der Gemeinderat einen Eindruck vom neuen Verkaufskonzept des Discounters verschaffen. Aus ehemals ca. 550 Quadratmetern wurden nun ca. 800 Quadratmeter. Neu angelegt wurde auch der Parkplatz auf dem auch Bäume gepflanzt wurden.

Auf dem Gelände des Bauhofs in Neckargerach soll es in diesem Frühjahr noch Veränderungen geben: Die ehemalige ZG-Lagerhalle soll durch einen Hallenneubau ersetzt werden. Die alte Holzkonstruktion war inzwischen auf der Hangseite abgängig, die Halle selbst war zur Lagerung wenig praktikabel. Die neue Halle, die an selber Stelle errichtet werden soll, wird befahrbar sein und das Material kann mittels Frontlader eingelagert werden. Die Männer des Bauhofs haben die alte Halle zwischenzeitlich leergeräumt, abgedeckt und die Verschalung entfernt. In Kürze soll der restliche Abbruch erfolgen bevor dann die Arbeiten für das neue Hallenfundament erfolgen.

Aktuell steht noch das Holzgerippe der ehemaligen ZG-Lagerhalle. Sie wird durch eine Schleppdachhalle ersetzt werden, die wiederum befahrbar und wesentlich besser nutzbar sein wird.
Aktuell steht noch das Holzgerippe der ehemaligen ZG-Lagerhalle. Sie wird durch eine Schleppdachhalle ersetzt werden, die wiederum befahrbar und wesentlich besser nutzbar sein wird.

Erstmals wird der Gefahr des Hochwassers aufgrund von Starkregenereignissen durch die Ertüchtigung von Dammbauwerken vorgebeugt. Dies, nachdem in den 1990er-Jahren und zuletzt 2016 massive Schäden an der Infrastruktur aufgrund solcher Ereignisse zu verschmerzen waren: Der Durchlass in der Odenwaldstraße ebenso wie der in der Friedensstraße wurde fast vollständig zerstört, die Gemeindeverbindungsstraße nach Lauerskreuz wurde in Mitleidenschaft gezogen, die Schlamm- und Gerölllawine verursachte zudem viele Schäden an privaten Anwesen. Durch den inzwischen erfolgten Neubau des kleinen Feldwegedammes oberhalb der Ortslage Lauerskreuz, ist ein erster Schritt hin zu mehr Schutz der Ortslage Neckargerachs getan. Bereits im Zuge der Sanierung der Hochwasserschäden wurden in der Tiefen Steige vier kleinere Geröllfänge eingebaut – so gesehen, war der Neubau des oberen Feldwegedammes bereits der zweite Schritt. Nun folgt noch in diesem Frühjahr der Neubau des großen Feldwegedammes unterhalb der Ortslage Lauerskreuz. Die Bauarbeiten verzögerten sich durch die Entscheidung den Durchlass komplett zu ersetzen, da die Schäden doch erheblich waren. Der Damm wird verstärkt errichtet, er erhält zu Tal eine entsprechend massive Böschung. Vorgelagert wird auch hier ein Geröllfang, der das grobe Material, das durch die Wassermengen zu Tal gespült werden könnte, abgefangen werden kann.

Fertiggestellt ist der Feldwegedamm oberhalb der Ortslage Lauerskreuz. Der Durchlass wurde ausgetauscht, der Einlaufbereich neu modelliert und ein Geröllfang eingebaut. Zum Schutz vor Ausspülungen im Falle eines Überströmens des Bauwerks wurden Gabionen verbaut, die den überführenden Weg stabilisieren.
Fertiggestellt ist der Feldwegedamm oberhalb der Ortslage Lauerskreuz. Der Durchlass wurde ausgetauscht, der Einlaufbereich neu modelliert und ein Geröllfang eingebaut. Zum Schutz vor Ausspülungen im Falle eines Überströmens des Bauwerks wurden Gabionen verbaut, die den überführenden Weg stabilisieren.

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
die hier beschriebenen Maßnahmen sind nur ein Teil dessen, was in der Gemeinde geschieht. Wir erwarten selbstverständlich, dass in diesem Jahr die Arbeiten zur Breitbandverkabelung konsequent durchgeführt werden. Wir werden auch weiterhin Maßnahmen zur Straßenunterhaltung durchführen und dort, wo es sinnvoll erscheint, diese mit den Tiefbauarbeiten für das Glasfasernetz verknüpfen. Im Laufe des Jahres werden die Sirenen in der Gemeinde ausgetauscht. Durch die erfolgreiche Antragstellung bei einem kurzfristig aufgelegten Bundesförderprogramm, wird es möglich, sämtliche Sirenen auf den neuesten Stand zu bringen, um so die Warnung der Bevölkerung im Falle eines Falles besser zu gewährleisten. Die barrierefreie Erschließung des Rathauses mittels eines Aufzugs soll ebenfalls erfolgen – derzeit befindet sich der entsprechende Bauantrag noch bei den Fachbehörden. Fortgesetzt wird die Förderung durch das Landessanierungsprogramm, wodurch in den vergangenen Jahren auch viele private Sanierungsprojekte umgesetzt werden konnten. Aktuell ist davon auszugehen, dass diese Förderung im Frühjahr 2024 auslaufen wird.

Im Sommer des vergangenen Jahres konnten wir erstmals und nach mehrfachem Verschieben Gastgeber des Naturparkmarkts in der Neckargeracher Ortsmitte sein. Es war für Einheimische und Gäste viel geboten - bei hochsommerlichen Temperaturen. Handwerkskunst, regionale Produkte und natürlich auch allerhand zu Essen und Trinken?
Im Sommer des vergangenen Jahres konnten wir erstmals und nach mehrfachem Verschieben Gastgeber des Naturparkmarkts in der Neckargeracher Ortsmitte sein. Es war für Einheimische und Gäste viel geboten - bei hochsommerlichen Temperaturen. Handwerkskunst, regionale Produkte und natürlich auch allerhand zu Essen und Trinken?

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
all diese großen und kleinen Projekte sind möglich durch ein gutes und konstruktives Miteinander im Gemeinderat, wofür ich mich einmal mehr bedanken möchte. Diese gute Zusammenarbeit ist nicht selbstverständlich, bringt aber unsere Gemeinde weiter voran – und das trotz schwieriger Rahmenbedingungen, die wir hier kaum beeinflussen können. Dies gilt auch für die Arbeit in den beiden Zweckverbänden, die wir gemeinsam mit der Gemeinde Zwingenberg gegründet haben und die für die Zukunftsfähigkeit beider Neckartalgemeinden sehr wichtig sind.
Ihnen, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, danke ich auch im Namen unseres Gemeinderats sehr herzlich für die positive Begleitung der vielen Bauprojekte. So manches Mal können diese auch gehörig nerven – wenn mal wieder eine Straße abgesperrt ist oder es kräftig staubt. Doch sind wir nach Vollendung einer jeden Maßnahme auch wieder einen Schritt weitergekommen.
Damit wünsche ich Ihnen noch einmal alles Gute!
Herzlichst, Ihr
Norman Link