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Tiefbrunnenleitung

Förderbescheid zum Bau der Tiefbrunnenleitung eingetroffen - Land beteiligt sich an der Maßnahme in Neckargerach und Zwingenberg mit 988.000 Euro
Der Wasserzweckverband Mittleres Neckartal erhält vom Land Baden-Württemberg für die Modernisierung seiner Wasserversorgung einen Zuschuss in Höhe von 988.000 Euro. Die Kosten des ersten Bauabschnitts liegen bei knapp 1,35 Millionen Euro. Ziel des Bauvorhabens ist es, mittelfristig die Wasserversorgung der beiden Gemeinden Neckargerach und Zwingenberg und so auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Hierfür werden in weiteren Bauabschnitten eine zentrale Ultrafiltrationsanlage sowie ein gemeinsamer Hochbehälter errichtet.

Bagger und Rohrmaterial markierten vor kurzem den baldigen Baubeginn des ersten Teilprojekts, das nun mit 80% der zuwendungsfähigen Kosten gefördert wird.
Bagger und Rohrmaterial markierten vor kurzem den baldigen Baubeginn des ersten Teilprojekts, das nun mit 80% der zuwendungsfähigen Kosten gefördert wird.

Ein durch Landesmittel gefördertes Strukturgutachten hatte ergeben, dass die bisherige Versorgungsstruktur mehrfache mikrobielle Verunreinigungen aufweist. In Neckargerach versorgt die Kandelwiesenquelle die Menschen mit Rohwasser, in Zwingenberg sind es ein Tiefbrunnen und zwei Quellen. Vor allem im Rohwasser der beiden Quellen sind Keime und erhöhte Trübung unerwünschte Begleiter.
„Deshalb wird es höchste Zeit, dass die Bürgerinnen und Bürger in Neckargerach und Zwingenberg eine zeitgemäße und sichere Trinkwasserversorgung erhalten“, sagte Umweltminister Franz Untersteller am 11. November in Stuttgart. „Wir unterstützen den Wasserzweckverband Mittleres Neckartal bei der Modernisierung sehr gerne.“
Verbandsvorsitzender und Bürgermeister Norman Link zeigte sich über die lang ersehnte Förderung sehr erfreut. Man habe auf die Förderung vertraut, nachdem die Signale aus dem Regierungspräsidium Karlsruhe stets positiv waren. „Aber sicher kann man erst sein, wenn man den Förderbescheid auch in Händen hält.“ 
Künftig soll das Rohwasser der einzelnen Quellen und des Tiefbrunnens der beiden Gemeinden gesammelt und mithilfe einer Ultrafiltrationsanlage zentral aufbereitet werden, um eine saubere Trinkwasserversorgung zu gewährleisten. Um das Trinkwasser in die Gemeinden Neckargerach und Zwingenberg leiten zu können, wird ein neuer Hochbehälter mit einem voraussichtlichen Volumen von 1000 Kubikmetern benötigt.

In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt des Neckar-Odenwald-Kreises wird nun zunächst im ersten Bauabschnitt das frei von Keimen und Trübung verfügbare Wasser des Tiefbrunnens für die Versorgung Zwingenbergs in den Hochbehälter gefördert und von dort die Gemeinde versorgt.
Dieser Bauabschnitt sieht somit auch den Umbau des bestehenden Hochbehälters in Zwingenberg vor. Gleichzeitig werden die beiden mit belasteten Quellen nach Rücksprache mit dem zuständigen Gesundheitsamt zunächst von der Wasserversorgung Zwingenberg getrennt. Im Laufe der Gesamtbaumaßnahme und nach dem Einbau der Ultrafiltrationsanlage werden diese dann wieder an das zentrale Wasserwerk angeschlossen.
„Der Anschluss des Tiefbrunnens Untere Liss an den Hochbehälter Zwingenberg wurde dabei so konzipiert, dass diese Teilmaßnahme vollständig und ohne zusätzliche Kosten in das Gesamtbauvorhaben integriert werden kann“, erläuterte Minister Untersteller.
Parallel zur jetzt laufenden Baumaßnahme, werden die Planungen für den zweiten Bauabschnitt vorangetrieben. Hier soll eine neue Quellleitung von der Kandelwiesenquelle bis hin zum Betriebsgebäude in Neckargerach gebaut werden. Zugleich soll auch die stillgelegte Dreidohlen-Quelle reaktiviert werden.

Kurz nach Baubeginn sind bereits die erste Meter Wasserleitung entlang des
Kurz nach Baubeginn sind bereits die erste Meter Wasserleitung entlang des "Roten Sandwegs" verlegt.