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Bauhöfe

Aus dem Gemeinderat – Bauhöfe werden zu Zweckverband zusammengeführt
"Das einzig Beständige ist der Wandel", hat einst Friedrich Engels formuliert. Und diesen Wandel ist unsere Kommunalpolitik stets bestrebt aktiv zu gestalten – und zwar bevor ihr das Heft des Handelns aus der Hand genommen wird und am Ende nur das Reagieren übrig bleibt. Vor diesem Hintergrund werden seit geraumer Zeit die Kontakte zwischen Neckargerach und Zwingenberg noch weiter intensiviert, die Zusammenarbeit weiter vorangetrieben. Während das in der Verwaltung schon seit Jahrzehnten üblich ist, soll dies nun auch bei den beiden Bauhöfen geschehen. Im Rahmen der jeweils letzten Gemeinderatssitzungen befassten sich beide Gremien mit der Gründung eines gemeinsam getragenen Bauhofzweckverbands. In die Thematik einführend betonte Bürgermeister Norman Link, dass man mit der nun formalen Schaffung dieses Zweckverbandes etwas umsetzt, was schon lange gelebt wird: Eine enge Zusammenarbeit der Bauhöfe beider Gemeinden. Er machte dies an der gemeinsamen Gemarkungsgrenze fest, die im Sinne der Unterhaltung von Gewässer, Straßen und Wegen eine Zusammenarbeit unabdingbar macht. Aber auch die Arbeiten bei den Schlossfestspielen Zwingenberg werden oft gemeinsam ausgeführt, bei Wasserrohrbrüchen wird ausgeholfen und vieles mehr. Im Sinne der Arbeitssicherheit gibt es immer mehr Aufgaben, die ein Mann alleine nicht verrichten darf, bei Zuständigkeiten darf es keine Vermischungen geben, wie beispielsweise bei Wasser und Abwasser. Hier findet sich der Eingangssatz wieder: Vorgaben, deren Umsetzung unausweichlich sind, müssen lokal umgesetzt werden solange man dies gemeinsam auch noch tun kann. In vielen Bereichen müssen sich die Männer der Bauhöfe zudem spezialisieren, wie beispielsweise durch Lehrgangsteilnahme und Erwerb von (Befähigungs-)Scheinen, die zur Verrichtung von Arbeiten berechtigen. Und nicht zuletzt sind es aber auch absehbare durch Fluktuation bedingte personelle Veränderungen, die die Gemeinderäte dazu bewogen haben, in einen gemeinsamen Zweckverband zu gehen. So können Aufgaben gemeinsam angegangen werden, Maschinen gemeinsam beschafft werden und spezielle Kenntnisse lassen sich leichter austauschen. Viele Maschinen werden aktuell doppelt vorgehalten und damit verbunden auch Platzkapazitäten.
Norman Link berichtete, dass die beiden Gemeinderatsgremien sich bereits vor zwei Jahren im Zuge der Gründung des Wasserzweckverbandes darüber ausgetauscht hätten auch die Bauhöfe in einen Zweckverband zu überführen. Zunächst war man bestrebt beides in einen Verband zu bündeln. Dies hätte vor allem in personeller Hinsicht einige Vorteile aufgewiesen, da sich die Aufgaben ja derzeit schon in den beiden Bauhöfen wiederfinden – Wasserversorgung und allgemeine „hoheitliche“ Aufgaben im Sinne der Pflege und Unterhaltung in der Gemeinde. Auch personell wird es absehbar Veränderungen beim Wasserzweckverband geben müssen, da mit zunehmendem Ausbau der neuen Wasserversorgung mit mehreren Quellen, neuer Wasseraufbereitung usw. auch die Aufgaben zunehmen und die Wasserversorgung nicht mehr einfach nur „so nebenbei“ betrieben werden kann. Doch all diese guten Gründe der Zusammenfassung beider Aufgabenbereiche halfen nichts - aufgrund umsatzsteuerrechtlicher Gründe war dies nicht möglich, sodass man hier den eigenständigen Verband bevorzugte. Dem ging auch in diesem Falle ein intensiver Austausch beider Gremien voraus.
Organisatorisch wird der Zweckverband dem der Wasserversorgung aber stark ähneln. Das heißt, dass auf Grundlage einer mit der Rechtsaufsichtsbehörde abgestimmten Verbandssatzung gearbeitet werden wird und die Verbandsversammlung sich aus den gewählten Vertretern der beiden Gemeinderatsgremien zusammensetzen wird. Der Verbandsvorsitz wird regelmäßig vom Bürgermeister der Gemeinde Neckargerach wahrgenommen werden. Die Vertreter aus den Gemeinderäten für die Verbandsversammlung wurden so auch entsprechend einstimmig gewählt ebenso wie die Verbandssatzung gleichlautend und einstimmig in beiden Gemeinderatsgremien, die an zwei aufeinanderfolgenden Abenden ihre Sitzungen abgehalten haben, verabschiedet wurden.
Für die Mitarbeiter ändert sich wenig – sie werden beim Zweckverband beschäftigt bleiben und zwar ohne jegliche Nachteile zur derzeitigen Beschäftigungssituation. Das Team wird weiter zusammenwachsen und sich hieraus können sich dann auch Veränderungen in den Zuständigkeiten ergeben.
Zusammenarbeit ist also weiterhin das Maß der Dinge in Neckargerach und Zwingenberg – wenn die Herausforderungen rechtzeitig angegangen werden, sodass man die dazu passenden Lösungen selbst gestalten kann. So waren sich die Gremien übereinstimmend einig. Ab dem 1.1.2021 soll der gemeinsame Bauhof dann auch formal aus der Taufe gehoben werden.

Die beiden Bauhöfe sind derzeit gut ausgestattet – mit Maschinen und Räumlichkeiten. Zukünftig wird der Zweckverband für die Ausstattung mit adäquatem Arbeitsgerät zuständig sein. Die Gebäude verbleiben bei den Gemeinden, die diese dem Zweckverband zur Verfügung stellen werden.