Gemeinde Biehl

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Rathaus Aktuell

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Gemeindeverwaltung

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
ein wiederum ereignisreiches Jahr 2019 haben wir vor Kurzem verabschiedet – Zeit für einen Rückblick auf das, was uns in der Gemeinde Neckargerach bewegt hat. Zunächst aber wünsche ich Ihnen auch im Namen unseres Gemeinderates ein ruhiges Jahr 2020 verbunden mit dem Wunsch nach Gesundheit, Zufriedenheit und Wohlergehen.
Mit einem großen Fest wurde im vergangenen Jahr unsere Minneburgschule gefeiert. Pünktlich zum 50. Geburtstag der Schule wurden die Sanierung des Schulgebäudes und die Gestaltung der Außenanlage abgeschlossen. Die Räumlichkeiten der neuen Schule wurden von den Kindern bereits zum Jahreswechsel 2017/18 mit Leben erfüllt und die Spannung auf die neue Außenanlage, die 2018 zur Realisierung anstand, wuchs während dem Aufbau Tag für Tag. Die tolle Anlage, die durch den Förderverein der Grundschule großzügig unterstützt wurde, ist mit dem Schwerpunkt auf Klettern und Bewegung konzipiert worden. Die Nachbildung der Margaretenschlucht mit dem Wasserlauf komplettiert den Außenbereich. Eine Boulderwand wurde von Round Table 33 Mosbach gesponsert und wird insbesondere von den Kindern der Nachmittagsbetreuung gerne angenommen. Hier wird auch der große Terrassenbereich am Nachmittag zum „auspowern“ genutzt ebenso wie das Kleinspielfeld. Insgesamt hat sich hier eine sehr großzügige und zeitgemäße Schullandschaft ergeben, die sich im Inneren durch modernste Technik (White-Boards) und außen mit viel Platz auszeichnet.

Als letzten Bauabschnitt der genannten Sanierungsarbeiten wurde inzwischen auch das Heizsystem in der Minneburghalle neu aufgestellt. Mit einer modernen Steuerungstechnik, effizienten Pumpen und neuen Leitungen wurde die in ihrem Kern inzwischen 50 Jahre alte Anlage modernisiert. Durch die neue Installation im Heizungskeller und die vorherige energetische Sanierung des Grundschulgebäudes macht sich die Energieeinsparung deutlich bemerkbar.
Eng mit der Sanierung der Minneburg-Grundschule ist der neue Nutzen der ehemaligen Schule in Guttenbach verbunden. Im Frühsommer in Betrieb gegangen, wurde die Tagespflege des Caritasverbandes im Spätjahr offiziell mit einem Tag der offenen Tür gefeiert. Ein für unsere Gemeinde sehr wichtiges Angebot – für unsere älteren Mitbürgerinnen und Mitbürger und insbesondere auch für deren Angehörigen. Unsere Gemeinde hat die Herausforderung der Schließung eines (Haupt-)Schulstandorts bestens gemeistert: Eine neue Grundschule und ein sehr gut angenommenes Angebot für unsere Ältesten. Wer hätte das zu Beginn des Prozesses, der immerhin seit annähernd zehn Jahren andauert, gedacht?

Bei all den Veränderungen ist die Sporthalle in Guttenbach ist im Eigentum der Gemeinde verblieben. Nachdem die Halle zahlreiche Schäden an der Fassade, verursacht durch Mängel an der Dachabdichtung, aufwies und dies ebenso auf das ehemalige Schulgebäude zutraf, entschieden sich Caritasverband und Gemeinde gemeinsam die Mängel zu beheben. Zwischenzeitlich sind die Sanierungsmaßnahmen abgeschlossen und beide Gebäude erstrahlen in neuem Glanz.

Eine ebenfalls mehrjährige Entwicklungsgeschichte hat das Projekt „Wohnen am Inselpark“ hinter sich. Gestartet mit Bürgerworkshops im Feuerwehrgerätehaus Neckargerach, die am Ende sogar eine erfolgreiche Antragstellung beim Landessanierungsprogramm mit sich brachten, erreichte das Projekt mit dem Spatenstich seinen vorläufigen Höhepunkt. Gemeinsam mit dem Projektträger, Firma Kirstätter & Partner, freuten sich Gemeinderat und Gemeindeverwaltung über den Baustart. Im Laufe dieses Jahres wird sich auf dem Gelände einiges bewegen.

Politisch prägend war im vergangenen Jahr auch für unsere Gemeinde die Kommunalwahl. Wie in vielen anderen Gremien, gab es auch in unserem Gemeinderat Veränderungen – mit Franz Fuchs kandidierte ein „Urgestein“ des Neckargeracher Gemeinderats nicht mehr, auch Paul Rosenits kandidierte nicht erneut. Neu gewählt wurden Benedikt Kirchesch und Fabian Amend. Mit Meinhard Link als erstem Bürgermeisterstellvertreter, Hubert Bauer als zweitem und Markus Schunder als drittem Stellvertreter haben sich auch diese Positionen durchweg verändert. Komplettiert wird das Gremium durch Jürgen Schäfer, Eberhard Reiner, Sylke Ihrig, Karin Heiler, Helmut Fromm, Katharina Enns und Stefan Feurer.

Die Weichen für die Zukunft wurden vom Gemeinderat in Sachen Eigenwasserversorgung gestellt. Die beiden Gemeinden Neckargerach und Zwingenberg haben gemeinsam einen Zweckverband gegründet, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Wasserversorgung unserer beiden Neckartalgemeinden für die nächsten Jahrzehnte zu sichern – und zwar qualitativ und auch quantitativ. Vor dem Hintergrund der strengen Trinkwasserverordnung soll auch in Zukunft einwandfreies und sauberes Wasser zur Verfügung gestellt werden und dies auch in dem Maße, wie es benötigt wird. Eine Herausforderung, vor der sich beide Gemeinden gestellt sahen – zum einen war es der erklärte politische Wille, der sich aus der Bevölkerung auch immer wiederspiegelte: Die Versorgung mit eigenem Wasser aus eigenen Quellen ist dem Anschluss an einen Großversorger vorzuziehen. Zum anderen soll die Wasserversorgung durch mehrere Quellen eine größere Ausfallsicherheit erhalten. Auch ist die Quellleitung von der Kandelwiesenquelle im Seebachtal inzwischen mehrere Jahrzehnte alt, war mehrfach gebrochen (und unserem Bauhof sei Dank immer zügig repariert worden) und befindet sich in teils unbekannter Lage – sie soll neu gebaut werden. Weiterhin soll die Drei-Dohlen-Wiesen-Quelle reaktiviert werden. Gemeinsam mit der Tiefbrunnenquelle in Zwingenberg und den beiden Meissenbrunnenquellen stehen am Ende des Ausbauprozesses fünf Quellen zur Versorgung unserer Bevölkerung zur Verfügung. Auch Guttenbach, das bislang noch von der Mühlbachgruppe und damit teilweise mit Bodenseewasser versorgt wird, soll in die Eigenwasserversorgung aufgenommen werden. Mit einer gemeinsamen Filteranlage, einen neuen Verbundhochbehälter und natürlich mit Verbindungsleitungen zwischen den Gemeinden wird das Konzept vervollständigt. Bereits in den kommenden Wochen sollen für den Leitungsbau des ersten Bauabschnittes Probebohrungen und Schürfungen erfolgen, sodass beim späteren Bau der Leitungstrasse keine Überraschungen auftreten. Dies wird im Bereich des „roten Weges“ der Fall sein, denn hier soll zunächst die Tiefbrunnenleitung, die bisher direkt im Ortsnetz Zwingenbergs mündete, an den Hochbehälter Zwingenberg angeschlossen werden. Dieses mehrjährige Projekt soll am Ende die Wasserversorgung für die nächsten Jahrzehnte sicherstellen! Wir freuen uns, wenn Sie dies weiterhin positiv begleiten.
Mit der offiziellen Übergabe und Indienststellung des neuen Fahrzeugs der Feuerwehren der Neckartalschiene in Binau, endete auch hier ein mehrere Jahre dauernder Prozess. Von der Entwicklung eines gemeinsamen Feuerwehrbedarfsplans über die Sicherstellung der Finanzierung des Fahrzeugs durch die drei Neckartalgemeinden Neckargerach, Binau und Zwingenberg, bis hin zur Ausschreibung, Vergabe und schließlich Abnahme, ist dieses Fahrzeug ein echtes Gemeinschaftsprojekt gewesen. Mit viel Enthusiasmus und vor allem Sachverstand wurde diese Ersatzbeschaffung verwirklicht – die Wehren können stolz auf das Geleistete sein!
Im Vorgriff auf eine durch das Unternehmen REWE avisierte Veränderung beim Penny-Markt und durch die Realisierung mehrerer privater Bauvorhaben, hat die Gemeinde eine sogenannte Flutmulde im Neckarvorland in Angriff genommen. Dieses „Loch“ ist als Ausgleich zur Bebauung im Hochwasserbereich zwingend notwendig, da ansonsten keine Baugenehmigungen durch die Baurechtsbehörde ausgestellt werden. Die Gemeinde wiederum ist verpflichtet, die entstehenden Kosten auf die Bauträger umzulegen. Wann es beim Penny-Markt weitergehen soll, ist derzeit nicht abzusehen – aktuell liegt noch kein Bauantrag bei der Gemeindeverwaltung vor.
Eine kleine aber sehr positiv aufgenommene Veränderung hat sich im Bereich des Rathauses ergeben. Hier wurde das alte Pflaster, das zwischenzeitlich zur Stolperfalle für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger wurde, durch ein neues und ebenes Pflaster ersetzt. Im Rahmen des Landessanierungsprogramms wurde dieser Austausch auch durch das Land finanziell gefördert, da man hier mehr Barrierefreiheit geschaffen hat. In den kommenden Jahren soll das Rathaus zudem mit einem Aufzug ausgestattet werden, um den Zugang auch hier barrierefrei zumindest in das erste Geschoss sicherzustellen.

Saniert wurde zuletzt auch der Treppenaufgang in der Bahnhofstraße am Gemeindezentrum. Die handwerklich aufwendige Sanierung war notwendig geworden nachdem die Treppe über Jahrzehnte Wind und Wetter, vor allem aber Regen und Streusalz, trotzte. Unser Bild aus der Vergangenheit zeigt, wie die Treppenanlage früher einmal aussah.

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,
wie in der vergangenen Jahren auch, will ich es nicht versäumen herzlich zu danken. Ihnen, für Ihre wohlwollende Begleitung der vielen Aufgaben, die sich in unserer Gemeinde stellen und selbstverständlich für Ihren ehrenamtlichen Einsatz in ganz vielen und oftmals auch nicht sichtbaren Bereichen.
Ein ganz persönliches Dankeschön an unseren Gemeinderat für die konstruktive Arbeit und ein ebenso herzliches Dankeschön geht an die Gemeindeverwaltung und an das Team unseres Bauhofs – vielfach wird hier über das normale Maß hinaus gewirkt.
Wir alle sind gespannt, was nun das Jahr 2020 für uns bereithält. Gehen wir mit Optimismus und Offenheit die anstehenden Herausforderungen an!
Alles Gute und herzliche Grüße
Ihr
Norman Link