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Aus dem Gemeinderat

Aus dem Gemeinderat – Gutachterausschuss soll zentralisiert werden
Die Tagesordnung war wohl überschaubar und doch gab es durch das Gemeinderatsgremium Beschlüsse zu fassen – aber auch Informationen gab es reichlich. Bürgermeister Link führte durch die Sitzung und nach der Bürgerfragestunde startete die Tagesordnung mit der Thematik der Beförderung der Kindergartenkinder. Der Gemeinderat hat hier eine Umstellung der Kinderbeförderung vorab beraten und an Stelle des Kindergartenbusses ein Fahrgemeinschaftsmodell beschlossen. Demnach sollen zukünftig die Eltern von Kindergartenkindern auch aus dem Eisenbusch und Lauerskreuz ebenso wie von der Schleusensiedlung durch dieses Modell eine monetäre Förderung erhalten, wenn sie Fahrgemeinschaften bilden. Bislang war der Transport lediglich aus dem Ortsteil Guttenbach durch den Bus sichergestellt. In den letzten Jahren ließ die Zahl der zu transportierenden Kinder allerdings stetig nach. Die durch die Umstellung auf das neue Modell betroffenen Eltern werden durch die Gemeinde informiert. Auch die Kindergärten erhalten entsprechende Informationsunterlagen. Der Beschluss durch den Gemeinderat hierzu erfolgte einstimmig.

Einen sehr sperrigen Titel hatte der darauffolgende Tagesordnungspunkt: „Übertragung der Bildung eines Gutachterausschusses nach §1 Abs. 1 Satz 2 Gutachterausschussverordnung sowie die Erfüllung der in § 193 Baugesetzbuch aufgeführten Aufgaben des Gutachterausschusses auf die Stadt Mosbach“. Kurz gefasst geht es hierbei um die Zusammenlegung aller Gutachterausschüsse aller Gemeinden im Neckar-Odenwald-Kreis zu einem gemeinsamen Ausschuss mit Sitz in Mosbach, wo auch die Geschäftsstelle des Ausschusses zukünftig sein wird. Notwendig wird dieser Schritt durch die Novellierung der Gutachterausschussverordnung, die zukünftig vorsieht, dass zur Erlangung einer ausreichenden Datenbasis zur Erstellung dieser Gutachten mindestens 1000 Verkaufsfälle pro Jahr und Ausschuss vorliegen müssten. In Neckargerach und Zwingenberg sind dies aber gerade mal durchschnittlich 50 Grundstücksverkäufe. Die ehrenamtliche Arbeit der Mitglieder des gemeinsamen Gutachterausschusses von Neckargerach und Zwingenberg wurde ausdrücklich hervorgehoben und gelobt – und trotzdem ist an den festgeschriebenen Zahlen nicht zu rütteln. So stimmte auch das Neckargeracher Gremium der Zusammenlegung zum kreisweiten Gutachterausschuss zu. Auch zukünftig wird es beim neuen Gutachterausschuss örtliche, ehrenamtliche Ausschussmitglieder geben. In Mosbach ist die Besetzung der Geschäftsstelle mit vier hauptamtlichen Kräften geplant. Zu den Sitzungen sollen dann bis zu 18 ehrenamtliche Gutachter geladen werden.

Den Tourismus betraf das nachfolgende Thema, das Norman Link aufrief: Die „Gelbe Welle“ am Neckar. Während es für Wanderer und Radfahrer inzwischen jede Menge zertifizierte und ausgeschilderte Wanderwege gibt, wurde bislang der Wasserwanderer, den es durch Kanu-, Ruder- und Motorboote zunehmend mehr gibt, vernachlässigt. So sieht es die Touristikgemeinschaft Odenwald, die daher den Neckar-Anrainer-Kommunen ein Modell präsentierte, wonach die Wasserwanderer auf Anlegestellen per Karte, Homepage aber auch Schild hingewiesen werden sollen.

An anderen Flüssen Deutschlands, wie hier am Main, gibt es diese einheitliche Beschilderung schon länger, wie auf dem Bild erkennbar. Es wird hier auf die Anlegestelle aber eben auch auf die vor Ort verfügbaren Möglichkeiten, wie Einkaufen, Übernachten, Essen usw. hingewiesen
An anderen Flüssen Deutschlands, wie hier am Main, gibt es diese einheitliche Beschilderung schon länger, wie auf dem Bild erkennbar. Es wird hier auf die Anlegestelle aber eben auch auf die vor Ort verfügbaren Möglichkeiten, wie Einkaufen, Übernachten, Essen usw. hingewiesen

Auch der Naturpark Neckartal-Odenwald konnte von der Idee begeistert werden, sodass die Kosten für das Schild und das Marketing zu 60% bezuschusst werden können. Aus dem Gremium kam der Vorschlag, dass man doch versuchen solle, die örtlichen Akteure (Gastronomie und Geschäftsbetriebe) an der der „Gelben Welle“ zu beteiligen, da diese auch von den Wasserwanderern profitieren sollen. Wenn dies gelingt, will auch die Gemeinde Neckargerach bei der „Gelben Welle“ dabei sein – denn die baulichen Voraussetzungen sind ja mit dem Anleger für Kanu und Ruderboot am Schwimmsteg und für Motorboote am Neckarlauer schon gegeben.

Nach der Beschlussfassung zweier Bauanträge sowie der Annahme von Spenden, folgten Informationen durch Norman Link. Demnach werde der ursprünglich für das kommende Jahr geplante Naturparkmarkt aber auch das nächstjährige Dorffest um ein Jahr verschoben werden müssen. Denn durch die Baumaßnahmen am Projekt „Wohnen am Inselpark“ und dem Bau der gemeinsamen Zufahrt zu den Gebäuden sowie zum Inselpark bleiben Beeinträchtigungen nicht aus. In diesem Zusammenhang wurde darüber informiert, dass die Entwässerung des gerade im Bau befindlichen Gebäudes zum Inselpark hin gebaut werden muss, da der Kanal in der Hauptstraße nicht zu erreichen ist. Zum Weihnachtsmarkt soll diese Maßnahme aber abgeschlossen sein.
Zum Penny-Markt und dessen Neubau gab es keine wesentlichen Neuerungen zu berichten. Die Planung von Eigentümer und REWE als Mutterkonzern sehen wohl vor, dass Penny-Markt selbst Eigentümer des Geländes werden soll und demnach auch selbst Bauherr sein wird. Zuvor war man davon ausgegangen, dass der Eigentümer dies als Investor tun wird.
Waldrefugien und Totholzhabitate sollen zukünftig den Neckargeracher Wald bereichern. Diese Maßnahmen, die hinsichtlich der Erlangung von Ökopunkten auch wirtschaftlich sinnvoll ist, soll im Rahmen der nächstjährigen Forsteinrichtung umgesetzt werden. Durch die teilweisen extremen Hanglagen im gemeindlichen Wald will man diese Flächen aus der Bewirtschaftung herausnehmen und die Natur sich selbst überlassen.
Aktiv herangehen will man weiterhin an die zuletzt aufgetretenen Themen hinsichtlich Brandschutz. So werde durch den Wasserzweckverband „Mittleres Neckartal“ eine Rohrnetzberechnung durchgeführt, deren Ergebnisse sich auf die weiteren Planungen in der Trinkwasser- aber auch in der Löschwasserversorgung auswirken werden. Bei letzterem hat die hiesige Feuerwehr im Rahmen einer Übung auch Bedarf an zusätzlichem Material für den Brandfall im Weiler Eisenbusch angemeldet. Kommandant Dieter Hafner erläuterte hierzu weiteres.
Mit dem Hinweis auf die beiden Treppensanierungen im Gertberg und in der Bahnhofstraße und nach der Abarbeitung der Anregungen und Anfragen seitens des Gremiums schloss Bürgermeister Norman Link die Sitzung verbunden mit den Dank für die konstruktive Beratung sowie für das Interesse seitens der Zuhörer.