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Rathaus Aktuell

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Gemeinderat

Aus dem Gemeinderat – Aufträge vergeben
Nachdem der Haushalt der Gemeinde Neckargerach seitens der Rechtsaufsichtsbehörde, dem Landratsamt des Neckar-Odenwald-Kreises, genehmigt wurde, konnte das Gremium mit dessen Vorsitzenden im Rahmen der letzten öffentlichen Gemeinderatssitzung Auftragsvergaben beschließen. So begrüßte Bürgermeister Norman Link die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte ebenso wie die Zuhörerschaft sehr herzlich zur „Vergabesitzung“ – denn tatsächlich fanden sich gleich drei Auftragsvergaben auf der Tagesordnung. Doch der Reihe nach. Zunächst war es an einem Gast sich dem Gremium sowie der Öffentlichkeit vorzustellen: Frau Tamara Golder wird dieser Tage den Neckargeracher Campingplatz übernehmen. Nachdem der (Noch-)Pächter Eduard Forat mit seinem Unternehmen 100% Kanu&Bike fristgerecht zum Jahresende 2019 gekündigt hatte und um die Genehmigung einer Unterverpachtung bereits für dieses Jahr gebeten hatte, entsprach die Gemeinde diesem Wunsch. Doch natürlich war das Interesse groß, wer denn nun der neue Pächter sein wird. Frau Golder stellte sich zunächst mit ihrem Werdegang vor und ging anschließend auf ihre Ideen und Gedanken zum Campingplatz über. So erfuhren die Zuhörer, dass Frau Golder Tourismusmanagement studierte, viele Jahre auch im Ausland verbrachte und zudem bereits einige Zeit den Campingplatz in Neckargerach kennt – sie war zuletzt bei Herrn Forat beschäftigt und wagt nun den Schritt in die Selbstständigkeit. „Odenwald River Camp“ – so soll der Campingplatz heißen – und der Name soll Programm werden. Nicht nur Camping sondern auch Erleben wird im Vordergrund stehen, so Frau Golder. Dazu gehören weiterhin die markanten Tipi-Zelte, die gemietet werden können. Selbstverständlich bleibt es auch bei den Wohnwagen- und Wohnmobilstellplätzen. Neu wird ein Buchungssystem sein, das auf der Homepage dem potentiellen Gast direkt die Buchung beispielsweise eines Stellplatzes online ermöglicht. Ein kleines Café und eine Bar mit kleinen Snacks, Brotzeiten und einfachen Gerichten, sollen den Hunger und den Durst stillen. Der Campingplatz ist selbstverständlich auch für Nicht-Camper geöffnet. Ergänzt werden soll das Konzept um Events – also Veranstaltungen, die gebucht werden können. Vom einfachen Stockbrotbacken bis zum Barbecues für Firmen. Der Gemeinderat zeigte sich begeistert von den Ideen und dem Tatendrang von Frau Golder und wünschte viel Erfolg für die erste Saison. Ein Besuch am Campingplatz ist natürlich vorgesehen.

Die markanten Tipi-Zelte und Events soll es auch weiterhin auf dem Campingplatz geben.
Die markanten Tipi-Zelte und Events soll es auch weiterhin auf dem Campingplatz geben.

Sodann folgten die besagten Auftragsvergaben. Den Anfang machte hierbei ein sogenanntes Strukturgutachten für die Abwasserbeseitigung. Hierbei geht es um die Bestandsaufnahme aller Abwasserentsorgungsanlagen, Bewertung des jeweiligen Zustandes und Darstellung von anstehenden Investitionen sowie der dazu möglichen Alternativen. Die Süddeutsche-Abwasserreinigungsingenieure, kurz SAG, haben hier ein entsprechendes Angebot zur Erstellung dieses Gutachtens abgegeben. Das Büro SAG ist seit vielen Jahren mit den Abwasserbeseitigungsanlagen der Gemeinde vertraut. Das Land Baden-Württemberg fördert die Erstellung des Gutachtens mit 50% der Kosten, sodass für die Gemeinde am Ende eine Investition in Höhe von ca. 18.000 Euro zu stemmen ist.
Vom Abwasser zum Trinkwasser – auch hier muss investiert werden. Unabhängig von der Neuordnung der Trinkwasserversorgung in den beiden Gemeinden Neckargerach und Zwingenberg – wir berichteten – ist beim Wasserhochbehälter „Hochzone“ Neckargerach die Instandsetzung des Rohrkellers notwendig. Der Auftrag wurde ebenfalls an eine Firma vergeben, die die Wassergewinnungsanlagen seit vielen Jahren gut kennt – Firma Schuler aus Mosbach wird die Instandsetzungsarbeiten durchführen.
Nicht mehr instand gesetzt werden kann und soll ein Teil der Heizungsanlage, die die Minneburgschule, die Minneburghalle sowie die Nebengebäude zentral versorgt. Ein Teil dieser Heizungsanlage befindet sich noch im Ursprungszustand – sie wurde in den 1960er Jahren errichtet. Wenn auch stillgelegt, so befindet sich doch immer noch ein Ölkessel aus dieser Zeit im Heizungskeller. Dieser soll nun endlich weichen und Platz machen für die neuen Pufferspeicher. Die Heizungsanlage wird dann im weiteren Verlauf komplett erneuert. Die Demontagearbeiten wurden an die Firma Russ aus Neudenau vergeben.

Zentrale Heizungsanlage der Minneburgschule: Ein Relikt aus den 1960-er Jahren wird entsorgt und damit Platz geschaffen für neue Pufferspeicher.
Zentrale Heizungsanlage der Minneburgschule: Ein Relikt aus den 1960-er Jahren wird entsorgt und damit Platz geschaffen für neue Pufferspeicher.

Nach der Beratung von Baugesuchen folgten die Informationen. Bürgermeister Norman Link zeigte den aktuellen Stand der Dinge zum geplanten Neubau des Penny-Marktes auf. Demnach sei noch nicht ganz klar, ob nun der Investor mit Namen Ratisbona oder gegebenenfalls Penny selbst den neuen Markt errichten wird. Hier fänden aktuell noch Verhandlungen statt. Zudem ist auch die Baugenehmigung noch nicht erteilt – diese wird auch dann erst erfolgen, wenn der notwendige Retentionsraum als Ausgleichsmaßnahme für den Penny-Neubau hergestellt ist. Die Gemeinde wird dies erledigen, sobald die Witterung entsprechend stabil ist, sodass die Maschinen im Neckarvorland arbeiten können.
Ebenso wurde über den aktuellen Stand zum Projekt „Wohnen am Inselpark“ berichtet. Man befinde sich hier auf der Zielgeraden. Nach der Vermessung des Geländes, die zu keinen Änderungen führte, stehe nun im April der Termin beim Notariat. Die Firma Kirstätter wird das Gelände von der Gemeinde erwerben und entsprechend ihrem Bauantrag, der genehmigt wurde, zwei Wohngebäude mit jeweils sechs Wohnungen errichten. Die Verkaufsbemühungen zur Veräußerung der Wohnungen waren zuletzt sehr erfolgreich, sodass es nun zur Umsetzung kommen kann. Informiert wurde in diesem Zusammenhang auch darüber, dass der Gehweg an der Hauptstraße durch die notwendigen Stellplätze sehr schmal werden wird. Man werde das als Gemeinde beobachten und gegebenenfalls den Gehweg verbreitern. Doch zunächst solle gebaut werden und die Entwicklung beobachtet werden.
Die Tagespflegeeinrichtung des Caritasverbandes in der ehemaligen Grundschule Guttenbach wird auch in den nächsten Wochen ihre Pforten öffnen. Nach den erforderlichen Genehmigungen sowie Verhandlungen mit Pflegekassen, die abgeschlossen werden müssen, kann der Betrieb losgehen. Herr Meinrad Edinger als Geschäftsführer des Caritasverbandes möchte dann im Sommer zu einem Tag der offenen Tür einladen. Es lägen auch schon einige Reservierungen vor – die Pflegeeinrichtung ist aber nicht ausgebucht!
Nach dem Umzug der Grundschule in das sanierte Gebäude im Gertberg, wurde auf Höhe des Zebra-Streifens bzw. der Bushaltestelle in der Reichenbucherstraße eine 30-km/h-Zone eingerichtet. Diese wird seitens des Landratsamtes nun auch regelmäßig kontrolliert. So wurde Anfang März bereits „geblitzt“. Dies soll sich wiederholen – natürlich ohne vorherige Ankündigung.
Einige Bilder von Arbeiten an verschiedenen Baustellen in der Gemeinde rundeten diesen Tagesordnungspunkt ab. Nach Fragen und Anregungen durch die Gemeinderätinnen und Gemeinderäte, schloss Norman Link die Sitzung verbunden mit dem herzlichen Dank für das Interesse seitens der Zuhörerschaft.

Anschließend besichtigte das Gremium auf Einladung des Kommandanten Dieter Hafner das neue Fahrzeug der Neckartalschiene im Feuerwehrgerätehaus Neckargerach.
Anschließend besichtigte das Gremium auf Einladung des Kommandanten Dieter Hafner das neue Fahrzeug der Neckartalschiene im Feuerwehrgerätehaus Neckargerach.