Gemeinde Neckargerach

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Minneburg

Wahrzeichen von Neckargerach

Gegenüber von Neckargerach erhebt sich auf einem bewaldeten Berghang im Gemeindewald Neckarkatzenbach über dem Ortsteil Guttenbach die Minneburg. Sie gilt als Wahrzeichen von Neckargerach. Ihre jetzige Gestalt verdankt sie vornehmlich dem Ausbau in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. Heute ist sie eine mächtige Ruine und ein beliebtes Ausflugsziel, zumal man von ihr einen schönen Ausblick auf das Neckartal hat und sich bei der Anlage auch zwei Grillplätze befinden, die zum längeren Verweilen einladen.

Minneburg
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Die Sage von der Minneburg

Der Name der Burg geht einer Sage zufolge zurück auf Minna von Horneck, einem Burgfräulein auf Burg Hornberg. Vor ihrer Heirat mit dem Grafen von Schwarzenberg, wohnhaft auf Burg Dilsberg, soll sie sich hierher in eine Höhle geflüchtet haben. Sie liebte insgeheim den armen Ritter Edelmut von Ehrenberg und hoffte auf dessen Heimkehr von einem Kreuzzug. Als er endlich aus dem Heiligen Land zurückkehrte, war es zu spät: Minna lag im Sterben. Am Totenlager soll er die Errichtung einer Burg gelobt und als Gedenken an ihre große Liebe (mittelhochdeutsch: Minne) ihr den Namen Minneburg gegeben haben.

Zur Geschichte

Minneburg
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Über die Entstehung der Minneburg weiß man nichts Genaues. Man nimmt aber an, dass sie im 12. Jahrhundert gegründet wurde. Das erste historisch gesicherte Datum in der Geschichte der Burg ist das Jahr 1339. Damals kam die Burg durch Heirat an den Edelmann Eberhardt Rüdt von Collenberg. Zehn Jahre später erwarb Pfalzgraf Ruprecht der Ältere die Minneburg, der seinerseits Reinhard Hofwart von Sickingen damit belehnte. Ab 1371 sah sich Konrad von Rosenberg in ihrem Besitz. Nach dem Verkauf der Minneburg durch Kurfürst Philipp an Felicitas von Auerbach war sie für einige Jahre nicht mehr in den Händen der Pfalzgrafen, die sie jedoch 1518 zurückerwerben konnten und 1521 an Wilhelm von Habern als Lehen weitergaben. Unter Wilhelm von Habern erlebte die Minneburg ihre Glanzzeit. Er ließ sie im Baustil der Renaissance verschönern und in ein Schloss umwandeln.

Nach dem Aussterben des Geschlechts derer von Habern im Jahre 1560 wurde die Minneburg von Kurpfalz als erledigtes Lehen eingezogen. Im Dreißigjährigen Krieg wurde sie von den Franzosen unter der Leitung des Generals Montaigne teilweise zerstört. In der Folgezeit bestand sie weiter als Kellerei, wobei darunter keine Weinkellerei zu verstehen ist. Vielmehr hatte ein Zehntgraf auf der Minneburg seinen Sitz. Als 1803 die Kurpfalz im Großherzogtum Baden aufging, wurde das Amt Minneburg nach Dilsberg verlegt und die Burg endgültig aufgegeben. Dies hatte dann den allmählichen Verfall zur Folge. Im frühen 19. Jahrhundert wurde die Minneburg von einem Einsiedler bis zu seinem Tod als Behausung genutzt. Unterstützt durch die Romantikbewegung konnte die Ruine Ende des 19. Jahrhunderts gesichert und saniert werden.