


Artikel vom 25.02.2010
alea iacta est“ – Der Würfel ist gefallen, so Bürgermeister Ralf Schnörr bei der Bekanntgabe des Wahlergebnisses auf der Rathaustreppe. Als Vorsitzender des Gemeindewahlausschusses konnte Bürgermeister Ralf Schnörr gegen 18:35 Uhr das vorläufige Gesamtergebnis der Bürgermeisterwahl in Neckargerach bekanntgeben. Bei einer Wahlbeteiligung von 73,81 % erhielt Herr Norman Link 725 Stimmen. Dies entspricht 54,14 % der gültigen Stimmen.
Das Ergebnis der Bürgermeisterwahl wurde von der großen Schar der Zuhörer vor dem Rathaus mit viel Beifall aufgenommen. Nachdem zwei Bewerber, Herr Berthold Haaf und Herr Uwe Stadler ihre Bewerbung nach dem ersten Wahlgang nicht mehr aufrecht erhielten hatten die Guttenbacher und Neckargeracher nun die „Qual der Wahl“ zwischen zwei Kandidaten. Die Mitbewerberin, Frau Dr. Dorothee Schlegel erhielt mit 608 Stimmen oder 45,41 % der gültigen Stimmen auch ein sehr beachtliches Ergebnis, was die anwesenden Bürgerinnen und Bürger mit einem langen Applaus würdigten.
In seiner Ansprache gratulierte Bürgermeister Schnörr seinem Nachfolger Norman Link auch im Namen des Gemeinderates und der Bediensteten sehr herzlich zu dem großen Vertrauensbeweis der Bürgerinnen und Bürger und bat die Versammelten, seinen Nachfolger genauso herzlich aufzunehmen, wie er vor vier Jahren aufgenommen wurde. Für die in Kürze beginnende Amtszeit wünschte der noch amtierende Bürgermeister seinem Nachfolger viel Kraft, Gesundheit uns stets eine glückliche Hand bei den vielfältigen Aufgaben eines Bürgermeisters. Den Mitbewerbern Frau Dr. Schlegel, Herrn Stadler und Herrn Haaf bescheinigte der Bürgermeister ebenfalls einen guten , einsatzfreudigen, argumentativen und vor allem stets fairen Wahlkampf. Auch der frühere Ministerpräsident Erwin Teufel sei mit 27 Jahren ins Bürgermeisteramt gekommen, so MdEP Dr. Thomas Ulmer bei seinen Grußworten. Er könne mit Fug und Recht behaupten, dass die Neckargeracher mit Norman Link eine gute Wahl getroffen haben, sagte Landrat Dr. Achim Brötel, der den künftigen Rathauschef seit langem kennt. Mit einem Augenzwinkern führte der Landrat aus, dass der neue Neckargeracher Rathauschef nun wohl der „begehrteste Junggeselle im Landkreis sei“. Dass Neckargerach kreisweit immer die jüngsten Bürgermeister habe, sei mittlerweile schon Tradition, freute sich der Neckargeracher Ehrenbürger, Bürgermeister Peter Kirchesch, der sowohl für die Bürgermeister des Verwaltungsverbandes Neckargerach-Waldbrunn als auch als Vorsitzender der Bürgermeister des Kreisverbandes gratulierte. „Gefühle, die wo man gar net ausdrücken kann“, zitierte Norman Link, auf seine Gefühlswelt angesprochen, Jürgen Klinsmann. Er dankte den Wählern für das tolle Wahlergebnis und versprach allen eine offene und faire Zusammenarbeit. Seinen Mitbewerbern dankte er für den stets fairen Wahlkampf und nicht zuletzt bedankte er sich bei seiner Familie und allen weiteren Personen, die ihn in den letzten Wochen und Monaten besonders unterstützt haben. Großen Applaus erhielt der neugewählte Bürgermeister für den letzten Satz seiner Ansprache, damit lud er nämlich zu Freigetränken in die örtlichen Wirtschaften ein – sozusagen gleich die erste Maßnahme zur „Wirtschaftsförderung“ in Neckargerach.
Der Männergesangverein „Sängerlust“ Neckargerach unter der Leitung von Frau Karin Conrath erhob seine Stimmen, die Neckargeracher Musikanten unter der Leitung von Frau Karin Heiler intonierten das Badnerlied. Auch die Freiwillige Feuerwehr hatte an diesem Abend einen –zum Glück aber angenehmen- „Großeinsatz“. Während die Neckargeracher Feuerwehrkameraden die Straße absperrten und den Verkehr umleiteten, stellten die Guttenbacher Kameraden dem jungen Rathauschef nach altem Brauch einen Baum vor dem Rathaus auf. Für das leibliche Wohl sorgte die Jugendfeuerwehr mit leckerem Glühwein, Bratwürsten und weiteren Getränken.
Für die feierliche Verpflichtung des jüngsten Bürgermeisters und die Verabschiedung des jüngsten „Alt“-Bürgermeisters im Neckar-Odenwald-Kreis ist ein Festakt am Mittwoch, 31. März 2010 in der Minneburghalle geplant. Zunächst steht jedoch noch die Wahlprüfung durch das Landratsamt des Neckar-Odenwald-Kreises an.
Ein besonderer Dank gilt den zahlreichen Wahlhelfern, die an beiden Wahlsonntagen ehrenamtlichen Dienst leisteten. Dank ihres engagierten Einsatzes verlief die Stimmabgabe in den Wahllokalen bei beiden Wahlen ohne Störungen, so dass das Wahlbüro innerhalb kürzester Zeit mit den einzelnen Ergebnissen der jeweiligen Wahllokale versorgt wurde.
Die Wahlen wurden von der Verwaltung und den Bauhofmitarbeitern hervorragend vorbereitet und durchgeführt. Stellvertretend für alle Beteiligten seien hier Hauptamtsleiter Markus Breitinger und Frau Sandra Zemmel sowie Bauhofleiter Eberhard Henrich besonders genannt.


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